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Eichelhäher

ein schlauer Waldbewohner und fleißiger Baumpflanzer

Der Eichelhäher im Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Garrulus glandarius

Größe: ca. 24–29 cm

Brutzeit: meist März bis Juli

Größe: ca. 32–35 cm

Gewicht: ca. 140–190 g

Brutzeit: April bis Juni, meist eine Brut jährlich

Lebensraum: Laub-, Misch- und Nadelwälder, Waldränder, Parks, Streuobstwiesen und größere, baumreiche Gärten.

Natürliche Nahrung: Eicheln, Bucheckern, Nüsse, Samen, Beeren, Insekten, Larven, Spinnen und gelegentlich kleine Wirbeltiere sowie Vogeleier.

Nahrung am Futterplatz: Ungesalzene, ungeröstete Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und hochwertige, energiereiche Körnermischungen.

Beobachtungstipp: Eichelhäher sind aufmerksame und manchmal etwas scheue Gartenbesucher. Oft verrät ihr lauter, krächzender Ruf ihre Anwesenheit, bevor man sie entdeckt. Besonders spannend lassen sie sich im Herbst beobachten, wenn sie Eicheln sammeln und diese als Wintervorrat im Boden verstecken.
Der Eichelhäher – ein schlauer Waldbewohner und fleißiger Baumpflanzer

Schon gewusst?

Der Eichelhäher legt im Herbst Tausende Eicheln als Wintervorrat an. Vergessene Ver-stecke tragen dazu bei, dass neue Eichen wachsen – deshalb gilt er als wichtiger „Baum-pflanzer“ des Waldes.

Eichelhäher richtig füttern – welches Futter ist geeignet?

Mit seinem warmen, rosabraunen Gefieder, den auffälligen schwarz-weiß gemusterten Flügeln und den leuchtend blauen Flügelfedern gehört der Eichelhäher zu den schönsten und unverwechselbarsten Vögeln unserer heimischen Wälder. Besonders seine schillernd blauen Federn machen ihn zu einem echten Hingucker.

Obwohl der Eichelhäher zur Familie der Rabenvögel gehört, wirkt er mit seinem farbenfrohen Gefieder ganz anders als Krähen oder Dohlen. Doch eines haben sie gemeinsam: Eichelhäher sind ausgesprochen intelligent, aufmerksam und lernfähig.

Oft hört man ihren lauten, krächzenden Warnruf, bevor man sie überhaupt entdeckt. Damit machen sie nicht nur Artgenossen, sondern auch andere Waldbewohner auf mögliche Gefahren aufmerksam.

Eichelhäher sind vielseitige Allesfresser. Im Frühjahr und Sommer stehen vor allem Insekten, Raupen, Larven und andere kleine Tiere auf ihrem Speiseplan. Im Herbst und Winter bevorzugen sie energiereiche pflanzliche Nahrung wie Eicheln, Bucheckern, Nüsse und Samen.

Besonders bekannt sind sie für ihre Vorliebe für Eicheln. Im Herbst sammeln sie große Mengen davon und verstecken sie einzeln oder in kleinen Vorräten im Boden. Dank ihres guten Gedächtnisses finden sie viele dieser Verstecke selbst unter einer Schneedecke wieder.

Am Futterplatz lieben Eichelhäher besonders naturbelassene Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und Haselnüsse. Mit ihrem kräftigen Schnabel können sie auch größere Nüsse aufnehmen und bearbeiten. Anders als kleine Meisen benötigen sie jedoch ausreichend Platz und eine stabile Sitzfläche.

Bei Schnee und Frost kann eine zusätzliche Futterstelle eine wertvolle Unterstützung sein. Zwar verfügen Eichelhäher über selbst angelegte Wintervorräte, doch bei lang anhaltender Kälte oder einer dicken Schneedecke kann die Nahrungssuche schwieriger werden.

Mein Tipp für die Winterfütterung: Biete Eichelhähern ungesalzene, ungeröstete Erdnüsse, Sonnenblumenkerne oder Haselnüsse auf einer stabilen, großzügigen Futterplattform an. Besonders gut eignen sich erhöhte Futterstellen in der Nähe von Bäumen, von denen aus die Vögel ihre Umgebung gut überblicken können. Achte darauf, dass das Futter trocken und sauber bleibt und keine verdorbenen oder schimmeligen Nüsse angeboten werden.

Geeignete Nahrung am Futterhaus sind beispielsweise:
  • Nüsse
  • Sonnenblumenkeren

Wichtig ist, dass das Futter frisch, ungewürzt und frei von Schimmel ist. Brot, gesalzene Lebensmittel und gewürzte Speisereste gehören nicht an den Futterplatz.

Auch eine gute Futtermischung sollte auf die natürlichen Ernährungsgewohnheiten der jeweiligen Vogelart abgestimmt sein.

Eichelhäher im Garten beobachten

Eichelhäher sind neugierige, intelligente und zugleich sehr aufmerksame Gartenbesucher. Häufig hört man zuerst ihren lauten, krächzenden Ruf, bevor man den farbenfrohen Vogel zwischen den Bäumen entdeckt. Besonders schön lassen sie sich im Herbst beobachten, wenn sie fleißig Eicheln sammeln, diese im Schnabel davontragen und an verschiedenen Stellen im Boden verstecken. Dabei bewegen sie sich oft vorsichtig und schauen immer wieder aufmerksam in ihre Umgebung.

Auch an großzügigen Futterstellen mit naturbelassenen Erdnüssen oder Sonnenblumenkernen zeigen sie sich gelegentlich. Mit etwas Geduld kannst du beobachten, wie sie sich eine Nuss schnappen und damit zu einem geschützten Platz fliegen.

Besonders auffällig sind ihre leuchtend blauen Flügelfedern, die beim Fliegen wunderschön zur Geltung kommen. Wer größere Bäume und heimische Sträucher im Garten hat, kann sich mit etwas Glück über regelmäßigen Besuch dieses faszinierenden Rabenvogels freuen.

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